Meine Krebsgeschichte

 

Begonnen hat meine Krebsgeschichte eigentlich ganz harmlos. Ich hatte ein Muttermal auf der Schulter. Am Rücken, so dass ich es nicht direkt im Blick hatte.

 

Erst durch das EMS-Training mutierte das Muttermal dann zum aggressivsten Krebs in der Menschheitsgeschichte. Ich ließ mir das Krebsgeschwür am 15.12.2017 beim Hautarzt entfernen. Dieser meinte nach der Histologie 1 Woche später, dass ich unbedingt sofort in die Hautklinik müsse, denn es muss nachgeschnitten werden. Doch über Weihnachten wollte ich nicht in der Klinik bleiben. Also fuhr ich zu meinem Vater, um mit ihm vielleicht ein letztes Mal diese besonderen Feiertage zu verbringen. 

 

Zuerst verlief die Heilung gut. Doch dann kamen die unsagbaren Schmerzen. 

 

Am ganzen Körper bekam ich Schmerzen. Ich beschloss, in einem Stück zu sterben und legte mich, wie es bei meinem Volk so üblich ist, zum Sterben ins Bett. Meine Schmerzen wurden immer schlimmer. 

 

Es gipfelte darin, dass ich 5 Wochen lang das Bett überhaupt nicht mehr verlassen konnte. Ich habe also 5 Wochen wieder etwas essen, noch trinken können. Denn ich war total alleine in der Wohnung, von der Außenwelt abgeschnitten. 

 

Obwohl es überhaupt nicht möglich ist, ohne zu trinken mehr als 3 Tage zu überleben, so hungerte  ich damit wohl den Krebs aus. Ich wollte meine damalige Freundin noch einmal sehen, denn ich spürte, dass ich dafür nicht mehr lange Zeit hatte. Innerhalb der nächsten Woche hätte ich es überstanden. Also schieb ich folgende WhatsApp:

"Ich möchte gerne meine Einsamkeit durch Zweisamkeit mit dir bekämpfen!"

 

Sie schrieb zurück: "Wir entwickeln uns in unterschiedliche Richtungen!*

Ich verbringe meine Zeit lieber mit Menschen, die mich im Leben weiter bringen.

Und das ist mit dir vergeudete Zeit!"

 

Ich dachte nur: "Wegen der doofen Tussie beiße ich nicht ins Gras!"

Also stand ich auf, war nach 3 Tagen ohne Schmerzen und bin nach 10 Tagen wieder Stocherkahn gefahren!


*) Stimmt vollkommen. Sie würde leben, ich innerhalb der laufenden Woche sterben.

Ich dachte nur, dass sie mit dieser dämlichen und herzlosen Aussage doch eigentlich auch noch hätte warten können, bis ich gestorben wäre. Doch mein Ehrgeiz war geweckt. Dieser doofen Kuh würde ich es zeigen. Und das tat ich dann auch. 

So wurde ich dann wieder gesund und habe 1,5 Jahre lang mein Leben genossen

 

Und dann kam der Krebs zurück.